Zeit

Zeit ist ein Faktor der so unberechenbar und unverständlich ist. Eine Sekunde ist eine Sekunde, eine Stunde eine Stunde. Aber das Zeitgefühl eines Menschen lässt nicht jede Stunde gleich wirken, was den Faktor der Zeit nicht einfach nur zu irgendeiner Zahl macht, sondern zu einem Faktor der mit menschlichen Gefühlen und Eindrücken verbunden ist.

Manchmal kommen einem Sekunden vor wie Stunden. Manchmal verfliegen Stunden als wären es nur Sekunden.

Jahre vergehen und im Nachhinein erscheint es, als wäre alles so schnell vorbei gegangen. Doch während man die Dinge erlebt will die Zeit manchmal nicht vergehen, vor allem bei unangenehmen Dingen, es ist als stünde sie still.

Fühlt man sich an einem Ort fremd und vielleicht sogar unwohl, so wird Zeit zu etwas, das den Tag bestimmt. Man möchte die Stunden, die Tage, die Wochen einfach hinter sich bringen. Insgeheim weiß man zwar, dass die Zeit, die man dort verbringt nicht lange andauert und vor allem ist sie begrenzt.
Was man in dem Moment aber fühlt ist als ginge die Zeit nicht v
orbei und als wäre man gefangen. In der Fremde wo man sich nicht so einfach unterhalten und ausdrücken kann und sich nicht so auskennt wie zu Hause, kann die Zeit endlos lang sein, ganz Besonders in Momenten und an Tagen an denen man allein bleibt.

Im Gegensatz dazu verfliegt die Zeit immer dann, wenn man sie am meisten genießen will. Dort wo man sich wohlfühlt, wo man geliebte Menschen um sich hat und jederzeit sehen kann, dort wo man sich auskennt und man glücklich ist, dort fühlt sich jeder Tag viel zu kurz an.

Jedoch können Menschen, die nie woanders waren als zu Hause nicht sehen, dass sie glücklich und zufrieden sind, genau da wo sie sind. Um das zu sein und das auch zu wissen muss man zuerst einmal ein paar andere Dinge sehen und eine Zeit lang weg sein. Denn genau dann merkt man erst was man vermisst und was man hat.

Secret-Lady

1 Kommentar 27.1.15 20:15, kommentieren

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Schlaflos

 

Sie liegt in ihrem Bett und sie schafft es einfach nicht einzuschlafen.
Gedanken fliegen hin, Gedanken fliegen her; tauchen auf und verschwinden wieder.
Chaos pur im Kopf, die Gedanken machen nicht einmal Sinn. Manche kommen und gehen, andere halten sie gefesselt, in ihrer Schlaflosigkeit.

Der Morgen graut und sie erwacht aus dem unruhigen Schlaf den sie doch noch gefunden hat. Doch was war das? Ein Traum, eine Hochzeit, nicht ihre...Zu viele altbekannte Gesichter.
Der Traum ruft Sehnsucht hervor, Angst, Eifersucht. Nicht schon wieder.
Sie wünscht sich nichts sehnlicher, als dass er endlich aus ihren Träumen verschwindet. Irgendwie schafft er es immer wieder in ihr Unterbewusstsein zu gelangen und dieses zu erobern.
Aus den Gedanken am Tage kann sie ihn vielleicht verdrängen, jedoch nicht aus ihren Träumen. Wieso hört sie nicht endlich auf von ihm zu träumen? Das macht ihr Angst. Angst davor, was wohl noch passieren mag. Angst davor, am nächsten Abend schlafen zu gehen, denn dann beginnt alles wieder von vorn.

 

Secret-Lady 

 

15.1.15 12:35, kommentieren